Eberswalde/Barnim
Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum der Kreisverwaltung Barnim

Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum Barnim, Paul – Wunderlich – Haus

Auftraggeber: Landkreis Barnim
Architekten: GAP Gesellschaft für Architektur und Projektmanagement
Planungsbeginn: 06.2004
Fertigstellung: 06.2008
Auszeichnungen: ausgewählt für die Ausstellung „da! Architektur in und aus Berlin 2009“

Die städtebauliche Konzeption für den geplanten Neubau eines Kreishauses in Eberswalde ist das Ergebnis eines offenen Wettbewerbs. Der prämierte Entwurf lässt aus den innenliegenden Freiflächen des Gebäudeensembles einen in sich gekehrten, öffentlichen Raum entstehen, der in der Abfolge der vorhandenen Platz – und Straßenräume Eberswaldes einen neuen Akzent setzt.

Die Wegeführung durch das Gebäudeensemble verbindet den weitläufigen, urban gestalteten Marktplatz mit dem naturnah gestalteten Campus der Fachhochschule.
Durch die geschützte, nach allen vier Seiten hin abgeschlossene Lage des Patio, der durch die öffentliche Nutzung der angrenzenden Gebäude gut frequentiert wird, entsteht ein lebendiger städtischer Freiraum von hoher Aufenthaltsqualität.

Die Gestaltung der Freiflächen orientiert sich an deren Funktionen:
Durch die Materialwahl und die räumliche Anordnung von Pflanzflächen, Möblierung und Beleuchtung werden die typischen Merkmale des historischen Stadtraums sichtbar gemacht und in einen räumlich erfahrbaren Zusammenhang gestellt.
Einzelne Gestaltungselemente wie stahlgefasste Pflanzinseln, Baumreihen regionaltypischer Gehölze zitieren die Landschaftselemente des Eberswalder Urstromtals.

Die Silhouette der segmentieren Pflanzflächen markiert den historischen Verlauf der „Schwärze“. Breite Durchgänge gewährleisten kurze Verbindungen zwischen den Ein- und Durchgängen. Die Bepflanzungen der Hochbeete mit Waldstauden, Blaubeeren und Gräsern bilden sich fortsetzende streifenartige Bänder und unterstreichen den optischen Zusammenhang der einzelnen Pflanzsegmente.

Als Solitärbäume wurden Sumpfeichen gewählt, deren lockere Kronenbildung ein abwechslungsreiches Licht- und Schattenspiel wirft und auch die, in den Gebäuden befindlichen Büros nicht zu stark verdunkelt.

In den Vegetationsmonaten blüht nur jeweils eine Pflanzenart auf allen Beeten gleichzeitig, was die Großzügigkeit der Hofgestaltung verstärkt.

An den Südseiten der Hochbeete setzt sich eine Bankzeile fort, an deren Unterseite eine indirekte Beleuchtung bei Dunkelheit optisch die Linienwirkung der Pflanzbeete unterstreicht. Als Banklehnen dienen die angeschrägten Rückseiten der Hochbeeteinfassungen.

Lageplan Entwurf

Übersicht Innenhof

Hofhälfte Landratsamt

Hochbeete mit Bankzeile