Berlin-Rudow
Gymnasium Waltersdorfer Chaussee

Neubau Gymnasium Waltersdorfer Chaussee

Auftraggeber: Bezirksamt Neukölln von Berlin
Architekten: Alten Architekten
Planungsbeginn: 09.1997
Fertigstellung: 05.2001

Zusammenhänge

Die Konzeption für den Standort Gymnasium Waltersdorfer Chaussee ist Ergebnis eines offenen zweiphasigen Wettbewerbs für ein Areal des Anfang der 90er geplanten Wohngebietes Rudower Felder, im Süden Berlins.

Gemäß der städtebaulichen Vorgaben ist das Grundstück von einem öffentlichen Weg diagonal durchtrennt. Dies macht sich die Planung zu nutze und gliedert das Areal in eine nördliche Sport- und eine südliche Pausenfläche. Der optische Zusammenhang entsteht durch die einheitliche Gestaltung mit Rasenflächen und Baumpflanzungen. Südlich schließt das Gelände mit dem Schulgebäude an der Magistrale des Wohnquartiers ab.

Als verbindendes Gestaltungselement zwischen öffentlichem Raum und den Freiflächen des Schulgeländes leitet ein einheitlicher Bodenbelag vom Eingangsbereich des Gymnasiums über die Erdgeschoßzone des Gebäudes auf den Vorplatz der Pausenflächen. Spielpodeste, Streetballkörbe und ein Bolzplatz strukturieren das weitläufige Areal und tragen dem Bewegungsbedürfnis der Schüler Rechnung.

Ein Band aus Heckengärten begrenzt die Flächen zum öffentlichen Umfeld der benachbarten Sporthalle. Sie verweisen auf die ehemalige Nutzung des Grundstücks als Kleingartenanlage und ermöglichen vielfältige Nutzungen, wie für den Unterricht im Freien. End- und Anziehungspunkt des Heckenbandes bildet ein Feuchtbiotop, in dem sich das gesamte Oberflächenwasser des Grundstücks sammelt und versickert.
In dessen Fortsetzung erschließt ein kleiner Platz jenseits der Diagonale die nördlich gelegenen Sportflächen. Räumlichen Abschluß und Orientierungspunkt dieses Platzes bildet eine freistehende Mauer aus Sichtbeton, die die Materialität des Sockels der Sporthalle aufnimmt.

Im Unterschied zu den klaren Begrenzungen der zur Schule gehörigen Freiflächen ist das Umfeld der Sporthalle nicht konturiert, es geht in den öffentliche Raum des Quartiers über. Besonders beliebt ist der schräg angelegte Vorplatz der Sporthalle aus farbigem Kunststoff. Durch seine besondere Topograhie hat er sich mittlerweile zu einem beliebten Freizeittreff, vor allem für Skater entwickelt.

Lageplan

Vorplatz Sporthalle

Sitzstufen Vorplatz Sporthalle

Ansichten Stufenanlage

Steg

Regenwasserauffangbecken

Fahrradbügel Sporthalle